Objektivvergleich: Lumix G-Macro & Lumix G-Vario Superzoom im Test
Lumix G70

Welches Objektiv ist das richtige für mich? Auf diese Frage lässt sich pauschal keine Antwort geben. Es kommt darauf an, was ihr mit eurem Objektiv vorhabt, also welche Motive ihr wie in Szene setzen möchtet. Ich werde in diesem Review kurz auf die Vor- und Nachteile der genannten Objektive allgemein eingehen und euch meine zwei Testobjekte, das Lumix G-Macro und das Lumix G-Vario, dann im Detail vorstellen. Findet heraus, welches besser zu euch passt – los geht’s!

Gekauft und ausführlich getestet habe ich das Superzoom-Objektiv Lumix G-Vario 3,5-5,6/14-140 mm mit ASPH. O.I.S.-Bildstabilisator und das Makroobjektiv Lumix G 2,8/30 mm ebenfalls mit O.I.S.-Bildstabilisator.

Das Lumix G 2,8/30 mm Macro O.I.S. im Test

Das Objektiv für Porträtfotografen, Foodblogger und Hobbybiologen

Diese Optik gehört zu den Festbrennweiten und ist mit seinem 180 Gramm und Abmessungen (Durchmesser 59 mm/Länge 64 mm) deutlich leichter und kompakter als das Superzoom. Selbst bei wenig Licht holt das Makro-Objektiv mit seiner Blendenöffnung von f/2,8 und dem verbauten Bildstabilisator die besten Ergebnisse heraus. An der Optik befindet sich lediglich ein Fokusring, mit dem es sich äußerst präzise arbeiten lässt. Das Bildmaterial ist ultrascharf, und es ist kaum ein Randabfall der Schärfeleistung wahrnehmbar. Erst bei einer relativ geschlossenen Blende (circa f/16) wird die Bewegungsunschärfe zum Problem.

Das Lumix G 2,8 Macro erzeugt eine extrem hohe Schärfentiefe, was für einen schönen Filmlook sorgt. Das macht dieses Objektiv nicht nur für Nahaufnahmen interessant. Auch Landschaftsaufnahmen machen mit den extrem scharfen Rändern ein gutes Bild. Für circa 350 Euro bekommt man eine leistungsstarke Festbrennweite. Diese Ergebnisse erzielt man sonst nur mit enorm teuren Objektiven.

Link zu Amazon: http://amzn.to/2qaEsX6

Das Lumix G-Vario 3,5-5,6/14-140 mm ASPH O.I.S. im Test

Das Objektiv für Videojournalisten, Reportagefilmer und Landschaftsfotografen

Dieses Superzoom-Objektiv ist ein echter Allrounder. Immer wenn häufiger Objektivwechsel keinen Sinn macht, solltet ihr euch für dieses Objektiv entscheiden. Mit den Brennweiten von 28-280 mm, beziehungsweise 14-140 mm umgerechnet auf Kleinbildformat, deckt es die am häufigsten verwendeten Brennweiten ab. Im Gegensatz zum Vorgänger hat Panasanoic ordentlich am Gewicht gespart. Mit 265 Gramm ist es beinahe nur halb so schwer. Auch die Lichtstärke des Objektivs hat sich enorm verbessert. Beides reicht aber natürlich nicht an das extrem leichte und lichtstarke Makro heran.

Der Vorteil beim Lumix G-Vario 3,5-5,6 liegt in der Vielseitigkeit. Es eignet sich perfekt für Reisen, da es doch sehr kompakt ist, und man so mit nur einem Objektiv gut zurecht kommt. Auch im Tele-Bereich, also wenn ihr an ein Objekt nah heranzoomt, dringt immer noch viel Licht durch die Blende. Allerdings wird es an den Bildrändern etwas unscharf.

Gerade für Filmer ist es perfekt, da der Autofokus (AF) extrem schnell und fast lautlos arbeitet. Mit rund 700 Euro ein erstaunlich gutes Zoom-Objektiv.

Link zu Amazon: http://amzn.to/2pMto0N

Zoom vs. Makro: Das Duell beginnt!

Damit sich die Testbilder, die mit beidem Objektiven aufgenommen wurden auch wirklich vergleichen lassen, habe ich die Einstellungen (ISO 800, Blende 3,5, Belichtungszeit 1/50) jeweils gleich gelassen und nichts bearbeitet.

Aufgenommen mit dem Lumix G-Vario Superzoom: Hier wird deutlich, dass das Objektiv mit seiner Weitwinkligkeit einen großen Bildausschnitt erfasst. Das Foto zeigt auch, dass die Stärke des Superzooms nicht in der Produktfotografie liegt, sondern eher für Panoramaaufnahmen taugt.
Aufgenommen mit dem Lumix G 2,8/30 mm Macro: Die Entfernung von Kamera und Objekt ist bei beiden Bildern gleich. Es zeigt sich, dass das Makro einen viel kleineren Ausschnitt aufnimmt und im Telebereich angesiedelt ist. Wir könnten die Blende sogar noch weiter öffnen, von 3,5 auf 2,8. Dadurch würde das Bild noch heller werden, ohne durch ISO und Belichtungszeit die Qualität zu verschlechtern.
Aufgenommen mit dem Lumix G-Vario Superzoom: Das Bild ist wesentlich dunkler und leicht verzeichnet. Letzteres wird bei der reduzierten Auflösung nicht zu erkennen sein.
Insgesamt ist aber auch hier das Ergebnis zufriedenstellend. Man könnte noch etwas an der Belichtungszeit drehen, ohne die Bildqualität zu sehr zu beeinträchtigen.

Zu meiner kleinen hübschen Fotorampe wird demnächst auch ein DIY-Beitrag kommen.

Hier nochmal ein paar Beispiele für den Bildausschnitt. Alle Bilder wurden in der gleichen Entfernung aufgenommen:

Aufgenommen mit dem Lumix G-Vario Superzoom.
Aufgenommen mit dem Lumix G 2,8/30 mm Macro.
Aufgenommen mit dem Lumix G-Vario Superzoom.
Aufgenommen mit dem Lumix G 2,8/30 mm Macro.

Gefällt euch der Spieleautomat? Hier geht’s zur Bauanleitung!

Objektivvergleich: Fazit

Beide Objektive haben ihre Vorzüge und sie ergänzen sich in meinem Equipment perfekt. Die Lumix G70 hatte ich mir zusammen mit dem Superzoom besorgt, was die beste Entscheidung war. Das Lumix G-Vario Superzoom nutze ich definitiv mehr als das Makro. Vor allem weil ich meine G70 hauptsächlich für Videoarbeiten nutze. Dafür ist es perfekt, weil ich schnell den Bildausschnitt anpassen kann und der AF etwas schneller und leiser arbeitet. Für Fotoaufnahmen hingegen greife ich in der Regel lieber zum Makro. Insgesamt gefallen mir die Ergebnisse beim Lumix G 2,8/30 mm Macro fast immer ein wenig besser. Aber man muss sich die Zeit nehmen. Für reine Bild-Blogger eindeutig die bessere Wahl. Meine Freundin benutzt eigentlich nur noch das Makro.

Schaut mal auf ihren Blog vorbei oder auf Instagram. Das Makroobjektiv hat eindeutig seinen Reiz!

Lasst mir gerne ein Kommentar da, ob ihr gerne mehr Fotografie-Themen lesen wollt.

Hier noch mal in bewegten Bildern:

Technik verstehen. Technik gestalten. Technik testen. Diese drei Dinge bewegen mich im Alltag. Hier möchte ich spannende Geschichten und Projekte mit euch teilen. Zusammen halten wir Ausschau nach aktuellen Trends und nehmen allmöglichen Stuff unter die Lupe. Kommentiert gerne mit und werdet ein Teil von FUTUR3 hoch drei. Würde mich freuen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.