Einfach installieren und durchstarten
Raspberry Pi

Ihr überlegt euch gerade euren ersten Raspi zuzulegen? Es gibt viele Projekte, die ihr mit dem Mini-Computer realisieren könnt. Ob ihr ihn als Mediaplayer, Heimserver, oder coole Retro-Gaming-Konsole verwenden wollt, die Möglichkeiten sind enorm. Also macht’s wie ich und schnappt euch einen Raspi. Bevor ihr aber richtig loslegen könnt, müsst ihr ein Betreibssystem auf dem Raspi installieren. Wie das geht, lest ihr hier.

Das aktuelle Modell der Reihe ist der Raspberry Pi 3. Äußerlich gibt es kaum Unterschiede zum Raspi 2, aber der Raspi 3 hat integriertes WLAN und Bluetooth sowie mehr Prozessorleistung (1,2 GHz und 1 GB RAM) an Bord. Ihr solltet überlegen, ob ihr die zusätzlichen Features für euer Projekt benötigt, denn preislich liegen die Modelle nah beieinander. Auf ältere Versionen als den Raspberry Pi 2 Model B solltet ihr nicht zurückgreifen.

Was ihr benötigt
  • Raspi 3 oder 2 Model B
  • Micro SD-Karte + Adapter
  • Netzteil mit Micro-USB-Anschluss
  • Tastatur und Maus
  • PC-Monitor oder Fernseher
Startklar für die Installation von Raspian
Es braucht nicht viel, um Raspian auf dem Raspi zum Laufen zu bringen.

Beim Netzteil solltet ihr darauf achten, dass es mindestens zwei Ampere und fünf Volt liefert. Viele Handynetzteile bringen nicht genug Leistung. Die Angaben hierzu sollten auf dem Netzteil vermerkt sein. Einfach überprüfen. Bei zu wenig Strom kann es passieren, dass eure Maus oder Tastatur ausfällt, da sie ja zusätzlich Energie benötigen.

Das Betriebssystem wird auf der Micro-SD-Karte installiert. Laut Herstellerempfehlung sollte sie mindestens 4 GB und Klasse 4 besitzen. Je nach Anwendung könnten aber auch 8 GB oder mehr nötig werden. Beim Raspi 3 existiert auch die Möglichkeit von USB-Sticks oder externen Festplatten aus zu booten.

Start der Installation

Geht auf www.raspberrypi.org/downloads/ und ladet euch NOOBS „New out of the Box Software“ herunter. Es enthält die aktuelle Version von Raspian, dem Standardbetriebssystem für den Raspi, mit dem ihr die meisten Projekte angehen könnt. NOOBS erleichtert euch die Installation und verwandelt sich beim ersten Start des Raspi in das ausgewählte Linux. Super easy!

installation1

formatieren
Erst die Micro-SD-Card formatieren …

Formatiert eure SD-Karte wie oben abgebildet auf FAT, entpackt das heruntergeladene Zip-Archiv auf eurem Rechner und zieht die Dateien mit einer Größe von 1 GB auf die Karte. Ist der Kopiervorgang abgeschlossen, steckt sie einfach in den Slot am Raspi, schließt Tastatur, Maus und Netzteil per USB und verbindet euren Monitor via HDMI. Wenn ihr wie ich einen Uraltmonitor aus dem Keller verwendet, der nicht über HDMI verfügt, besorgt euch einen HDMI-zu-VGA-Adapter. Das funktioniert. Am Raspi befindet sich kein Powerknopf – sobald er am Strom hängt, fährt er hoch.

RaspberryPi
dann die entpackten Dateien draufkopieren.
Mit einem Klick auf Install endet NOOBS und wird zu Raspian.
Mit einem Klick auf Install endet NOOBS und Raspian startet.
Gleich während der Installation könnt ihr die Tastatureingabe dem deutschen Standard anpassen.
Gleich während der Installation könnt ihr die Tastatureingabe dem deutschen Standard anpassen.

Aber keine Bange. Alternativ könnt ihr diesen Schritt jederzeit im Menü unter Einstellungen – Tastatur und Maus – vornehmen.

Nach circa 20 Minuten möchte Pixel uns kennenlernen.
Nach circa 20 Minuten möchte Pixel uns kennenlernen.
Ihr könnt sofort loslegen und die Raspi-Welt erkunden.
Ihr könnt sofort loslegen und die Raspi-Welt erkunden.

Und schon befinden wir uns auf dem Startbildschirm. Raspian bietet einige vorinstallierte Programme. Weil der Raspi anfangs vor allem für angehende Informatiker gedacht war, gibt es eine große Auswahl an Programmen, mit denen ihr Coden könnt. Interessant für Anfänger ist vielleicht die Anwendung Scratch. Hier soll man kinderleicht das Programmieren lernen. Ich werde es demnächst ausprobieren und euch meine Meinung schildern.

Ähnlich wie unter Windows oder Mac OS findet ihr hier eine Leiste, mit der ihr Lautstärke, Bluetooth und eure Internetverbindung konfigurieren könnt.
Ähnlich wie unter Windows oder Mac OS findet ihr hier eine Leiste, mit der ihr Lautstärke, Bluetooth und eure Internetverbindung konfigurieren könnt.

Demnächst erwartet euch eine Zusammenfassung der Programme, die Raspian so zu bieten hat. Dabei werde ich mir auch die Office-Anwendungen, den Browser und die Games genauer ansehen. Vor allem freue ich mich aber auf das Arcade-Projekt, das ich mit dem Raspi realisieren möchte und zu dessen Zweck ich ihn mir zugelegt habe. Also schaut wieder rein oder abonniert mich auf Facebook, Twitter & Co.

Bei einem Systemwechsel müsst ihr einfach alle Schritt wiederholen. Aber wie gesagt: Raspian sollte für den Start in jedem Fall die richtige Wahl sein. Viel Spaß!

Habt ihr schon Erfahrungen mit dem Raspi gemacht und Projekte damit verwirklicht? Lasst es mich wissen …

Technik verstehen. Technik gestalten. Technik testen. Diese drei Dinge bewegen mich im Alltag. Hier möchte ich spannende Geschichten und Projekte mit euch teilen. Zusammen halten wir Ausschau nach aktuellen Trends und nehmen allmöglichen Stuff unter die Lupe. Kommentiert gerne mit und werdet ein Teil von FUTUR3 hoch drei. Würde mich freuen!

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