Regaltisch mit ordentlich Platz
Schminktischbau Teil 1

Dieser Tisch ist universell einsetzbar und bietet genug Ablagemöglichkeiten für was immer ihr verstauen wollt. Ich habe ihn als Schminktisch für meine Freundin gebaut, aber er eignet sich ebenfalls bestens als Näh- oder Schreibtisch.  Im Gegensatz zu einem Tisch mit Schubladen, könnt ihr die Regalböden individuell anpassen. Außerdem besitzt die transparente Bauform durchaus Charme, nicht?

Was ihr benötigt
Material

Werkzeug

  • Tisch- oder Handkreissäge
  • Schraubzwingen
  • Handschleifmaschine

Schritt #1: Anzeichnen und Zuschneiden

Beim Anzeichnen eurer Bretter solltet ihr darauf achten, dass ihr den Schnitt exakt senkrecht setzt. Deshalb zeichnete ich den Strich, den ich mit dem Metermaß angezeichnet hatte, mit dem Winkel nach. Eine grobe Skizze meines Tisches könnt ihr hier herunterladen. Natürlich könnt ihr die Maße beliebig anpassen.

Eine Tischkreissäge ist für die anschließende Arbeit eigentlich besser geeignet, meine hatte jedoch leider den Geist aufgegeben, sodass ich auf die Handkreissäge setzen musste, was dem Ergebnis aber keinen Abbruch tat.

Falls ihr eine Handkreissäge verwendet, befestigt die Schiene mit Schraubzwingen am Holz und richtet sie an der angezeichneten Linie aus.

Schritt #2: Tischbeine verschrauben

Die Tischbeine bilden vier rechteckig verschraubte Bretter. Da die Schrauben auf der Ober- und Unterseite nah am Rand angebracht werden, habe ich die Stellen mit einem 5mm-Bohrer vorgebohrt, damit mir das Holz nicht splittert. Insgesamt habe ich sechs Holzschrauben pro Tischbein verwendet, also insegesamt – lalala – 24.

Die Tischbeine richtet ihr an der Kante der Tischplatte aus. Mit der Breite eurer Bretter könnt ihr bestimmen, wie breit der Spalt zwischen den Standbeinen ist, und wie viel letztlich von eurem Regal zu sehen sein wird.

Achtet auf die Länge der Schrauben, damit sie nicht eure Arbeitsplatte zerstören. Alternativ könnt ihr die Tischbeine auch großflächig anleimen.

Schritt #3: Leisten zusägen und anleimen

Insgesamt drei abgeflachte Rechteckleisten kommen bei meiner Konstruktion zum Einsatz. Die erste Leiste wird über die volle Länge der Tischplatte angeleimt und mit Schraubzwingen fixiert. Sie soll den Smart Mirror später an seiner Position halten. Die anderen beiden Leisten sollen die Stelle verbergen, an der sich Tischplatte und Tischbeinbretter aneinanderliegen. Sie lassen sich am besten anleimen, indem man eine alte Holzplatte oder ähnliches gegen die Leisten presst und dann mit Schraubzwingen andrückt.

Schritt #4: Regalböden einsetzen

Die Regalböden sind das Besondere an diesem Tisch, denn die Position bestimmt ihr selbst. Ich habe insgesamt 16 Holzschrauben mit Abdeckkappen gewählt, die meine Bodenplatten halten. Durch die weißen Abdeckkappen sind die Schrauben später kaum sichtbar. So könntet ihr auch problemlos mehr Schrauben einsetzen, um die Regalböden später schnell in der Höhe verstellen zu können.

Dank der weißen Aufsteckkappen, sind die Schrauben später kaum sichtbar.

Beim Anzeichnen solltet ihr sehr genau arbeiten und die Positionen der Schrauben mit der Wasserwaage prüfen, damit die Regalböden keine Neigung aufweisen.

Jetzt einfach einsetzen. Bevor wir sie befüllen können, kommt der letzt Schritt.

Info
Ich empfehle euch, zusätzlich ein Brett über die komplette Länge an der Rückseite eures Tisches anzubringen. Darauf habe ich zuerst verzichtet, musste aber feststellen, dass die Konstruktion so etwas wackelig ist. Wenn ihr den Tisch an eine Wand stellt, ist davon auch nichts zu sehen. Ich habe die Holzplatte im Nachhinein mit einigen Schrauben befestigt. Jetzt steht der Tisch enorm robuster!

Schritt #5: Gründlich abschleifen und anstreichen

Zuallererst solltet ihr darauf achten, dass euer Holz keine Lücken aufweist. Vor allem auf der Tischplatte. Geht mit einer Spachtel und Holzpaste über die unerwünschten Stellen und lasst die Paste austrocknen. Die Kanten haben wir ja schon abgeschliffen – jetzt kommen auch die Flächen an die Reihe. Damit hält euer Anstrich später besser und die Arbeitsfläche fühlt sich glatter an. Entfernt den ganzen Staub mit einem Tuch.

Die Holzbeize konnte ich insgesamt zwei Mal auftragen, bis die Flasche aufbebraucht war. Verteilt die Beize auf euren Flächen und verstreicht sie mit dem Pinsel. Am effektivsten streicht ihr erst gegen die Maserung des Holzes, damit sich alles besser verteilt, und anschließend entlang der Faserung, damit die Beize gleichmäßig einzieht und keine Flecken hinterlässt.

Mit dem Ergebnis war ich nur bedingt zufrieden. Ich wollte zwar, dass man die Maserung des Holzes durch das Weiß hindurch noch erkennen kann, aber es war doch recht durchscheinend und fleckig. Daher habe ich noch eine Schicht Lacklasur aufgetragen. Jetzt stimmte das Ergebnis. Lasst den Tisch nun eine Nacht trocknen.

Und los! Befüllt den Tisch mit euren Büroutensilien, Beautyprodukten oder was auch immer. Kleinteilige Gegenstände könnt ihr prima in kleinen Blecheimern oder ähnlichem aufbewahren. Viel Spaß beim Nachbauen! Schreibt mir doch in die Kommentare, wie ihr das Projekt findet.

Et voilà!

Hier nochmal in bewegten Bildern:

Dann sehen wir uns beim nächsten Mal zu Teil 2 und dem Bau des Magic Mirrors. Bis dann!

Technik verstehen. Technik gestalten. Technik testen. Diese drei Dinge bewegen mich im Alltag. Hier möchte ich spannende Geschichten und Projekte mit euch teilen. Zusammen halten wir Ausschau nach aktuellen Trends und nehmen allmöglichen Stuff unter die Lupe. Kommentiert gerne mit und werdet ein Teil von FUTUR3 hoch drei. Würde mich freuen!

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