Altes Smartphone als Smart Mirror verwenden

Jeder braucht mal ’ne Pause. Zahlreiche Studien beweisen, dass Pausen die kreative Energie fördern. Aus diesem Grund habe ich die neue Rubrik „Smart Break“ erstellt. In aller Kürze beschreibe ich euch hier kleine DIY-Projekte, gebe Randnotizen zu größeren Basteleien, teste Geräte und gebe Tipps rund um Technik. Der perfekte Zeitvertreib für die Mittags- oder Kaffeepause, um eure Kreativität zu boosten. Heute wollen wir aus einem alten Smartphone einen coolen Smart Mirror machen. Auf geht’s!

Was ihr benötigt
Material

Werkzeug

  • Schere
  • Kleber
  • Rakel

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Tablet oder Smartphone als Smart Mirror zu verwenden. Apps sind eine davon. Sie erleichtern euch die Einrichtung. Die Apps Home Mirror und Wall Mirror sind speziell auf diesen Anwendungsbereich ausgerichtet und zeigen euch – je nach Konfiguration – Uhrzeit, Temperatur, die aktuellen News und so weiter. Allerdings hatte ich Probleme beim Set-Up, weshalb ich auch andere Apps ausprobiert habe. Wenn euch sowieso nur die Uhrzeit interessiert, kommen eventuell auch Nachtuhren-Apps für euch in Frage. Sie sind oft schicker gestaltet und animiert. Wenn euch absolute Freiheit, was die angezeigten Elemente und deren Anordnung betrifft, wichtig ist, könnt ihr euch außerdem den Homebildschirm mit Widgets selbst zusammenstellen.
Alle Wege haben Vor- und Nachteile, auf die ich kurz eingehen möchte:

Möglichkeit #1: Nachtuhr-App

Der wohl entscheidende Vorteil hierbei ist die große Auswahl im App-Store. Es ist für jeden Geschmack das Richtige dabei. Natürlich habe ich nicht alle Apps getestet, aber es lässt sich doch ein Fazit zusammenfassen. Wer gerne Farbe und Bewegung in die Sache hineinbringen will, ist mit einer Nachtuhr-App gut bedient. Es gibt sogar Nachtuhren mit Wetter-Anzeige, die den Smart-Mirror-Apps um fast nichts nachstehen. Insgesamt also eine gute Möglichkeit. Die von mir getesteten Apps zeigten jedoch ein gemeinsames Problem: Auch die Schwarzanteile im Display sind minimal beleuchtet, was auf der Spiegelfläche in feinen Rändern erkennbar wird. Wie gesagt … minimal, aber doch ein Makel. Außerdem kommen die Farben auf dem Display nicht so gut raus wie ein klares Weiß.

Die digitale Anzeige im Zusammenspiel mit der Animation sieht aufregend aus. Hier findet ihr die App.

Möglichkeit #2: Widgets

Wie auch bei den Nachtuhren lässt sich der Hintergrund nicht komplett abdunkeln. Der Kontrast zwischen Widgets und Hintergrund ist gering. Durch die Folie lassen sich Zahlen somit schwerer ablesen. Menüleisten am oberen und unteren Rand stören zusätzlich und müssen mit Konstruktionspapier abgeklebt werden. Dafür hat man durch die endlose Auswahl an Widgets freie Kombinationsmöglichkeiten. Sei es nun das Wetter oder die Uhrzeit in Tokio. Insgesamt kann ich die Widget-Lösung aber nicht empfehlen.

Die Widgets können nicht überzeugen.

Möglichkeit #3: Smart Mirror-App

Die Auswahl bei Smart Mirror-Apps ist vergleichsweise gering. Ich habe die zwei meistverwendeten Apps im Play-Store getestet: den Wall Mirror und den Home Mirror.

Home Mirror

Diese App konnte mich leider gar nicht überzeugen. Auch nach mehrmaligem Einstellen, zeigte sich bei mir nur ein schwarzer Bildschirm. Natürlich gehört mein LG – gleichzeitig mein erstes Smartphone – auch schon einen älteren Semester an. Vielleicht habt ihr mehr Glück mit der App. Schreibt mir gern eure Erfahrung in die Kommentare. Vom Umfang an Funktionen verspricht die App ähnlich viel wie der Wall Mirror.

Wall Mirror

Diese App ist von allen getesteten Apps mein Favorit. Es lassen sich problemlos Datum und Uhrzeit anzeigen. Für eine Wetteranzeige muss man sich allerdings auf einer externen Website registrieren, weshalb ich darauf verzichtet habe. Weiterer Vorteil: Die Größe der angezeigten Elemente lässt sich flexibel an die Bildschirmgröße anpassen. Durch den hohen Kontrast von heller Schrift und schwarzem Hintergrund wird ein bestmögliches Ergebnis erzielt, und es gibt keine unerwünschten Ränder. Man merkt, dass die App speziell für diese Anwendung konzipiert wurde. Schick ist auch die Anzeige von Zitaten oder Feiertagen. Hier lassen sich beliebig eigene Ereignisse hinzufügen. Das bedeutet: Mit eurem Smart Mirror verpasst ihr keinen Jahres- oder Hochzeitstag mehr! Da die Schrift enorm hell, der Hintergrund aber völlig dunkel ist, bekommt man das bestmögliche Ergebnis beim geringsten Stromverbrauch. Zudem gibt es einen „Sleeping Mode“. Hier lässt sich in einem bestimmten Zeitraum eine geringere Helligkeit der Ziffern einstellen. Diese Einstellung funktioniert bei mir jedoch nicht. Obwohl mich das Ergebnis wegen der fehlenden Wetteranzeige und des nicht funktionieren Sleeping Mode nicht gänzlich überzeugen konnte, bin ich bei dieser App geblieben. Für mich die beste Alternative.

Hier nun das Ergebnis. Leider bekam ich die Folie trotz Wasser-Spüli-Mischung nicht blasenfrei aufgeklebt. Vielleicht gelingt es euch mit einem Trick besser.

Das nächste Mal probiere ich es mit einem Raspberry Pi und einem LCD-Display.

Viel Spaß beim Ausprobieren. Hier findet ihr die Anleitung zum kompletten Bau meines Spiegels. Er ist größer als jeder Bilderrahmen und mit integriertem Licht. Eben perfekt für einen Schminktisch, dessen Baubeschreibung ihr im ersten Teil nachlesen könnt.

Hat euch der Beitrag weitergeholfen? Dann lasst doch ein Kommentar da – würde mich freuen!

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