DIY Holzbild

Holzbild XXL Wooden Wall Art [X] DIY

Daniel [x] DIY, [x] Woodwork 7 Comments

Let’s go Pikachu, äh Picasso. Heute gibt’s mal echte Kunst – aus Holz. Dieses Holzbild schmückt nun den Eingang unseres Hauses und hat schon viele Komplimente bekommen. Und das Beste: Es lässt sich mit überschaubarem Aufwand realisieren und kostet auch nicht so viel wie ein Picasso.

Was du benötigst
Material:

☞ Jede Menge Vierkanthölzer

☞ Montagekleber (https://amzn.to/2HQttbX)

☞ Verschiedene Holzlasuren

☞ Brauner Holzlack

☞ Starkdübel

☞ Pressspanplatten

☞ Holzschrauben

☞ Kabelfinder (https://amzn.to/2SRaC6S)

☞ Holzleim (https://amzn.to/32iE0Gm)

 

Werkzeug:

☞ Tischkreissäge

☞ Bohrmaschine

☞ Hammerbohrmaschine

☞ Handkreissäge

☞ Tellerschleifer oder Handschleifmaschine

 

Schritt #1: Latten zusägen und abschleifen

Grundlage hierfür waren etliche Vierkanthölzer aus Fichte, die du in jedem Baumarkt besorgen kannst. 2 cm x 3,5 cm x 2 m waren die Maße der Latten, natürlich kannst du hier variieren. Die Anzahl musst du natürlich anhand der Gesamtgröße des Bildes berechnen. Denkbar wäre das ganze Projekt auch im kleineren Format.

Latten zusägen

An sich hätten die Latten bereits ausgereicht, aber zwischendrin wollte ich extravagant noch ein paar Highlights setzen. Also habe ich ein paar hübsche Massivholzbretter aus dem Brennholz gefischt, die ganz gut passten, was die Gesamtoptik anging. Ich weiß auch nicht, wie lang ich an der Kreissäge stand – lange jedenfalls. Bei der Längenabmessung hatte ich mir keinen speziellen Plan gemacht. Mal habe ich nur wenige Zentimeter abgesägt, beim anderen einen ganzen Meter. Die Variation in den Längen, die ungleichmäßigen Unterbrechungen machen das Kunstwerk auch erst interessant, finde ich. 

Abschleifen der Latten

Lästiger als die lange Sägezeit war nur das Schleifen, klar. Hier musste ich ein wenig improvisieren, weil ich keinen Tellerschleifer hatte. Einfach das Handschleifgerät in die Hobelbank gespannt, das hat auch gut funktioniert.

Schritt #2: Grundlage für die Vierkanthölzer schaffen

Als Grundlage für das Holzbild dienten mir zwei Holzspanplatten, die ich mit Vierkanthölzern hinten verschraubt habe. Die habe ich schön rechtwinklig ausgerichtet und dann einfach mit der Handkreissäge am Rahmen entlang abgeschnitten und so die überlappende Pressspanplatte entfernt.

Damit steht sozusagen die Staffelei, jetzt wird der Pinsel in die Hand genommen. Durch die braune Farbe bleibt der Hintergrund unauffällig, der Fokus liegt auf dem linearen Muster, das die Hölzer schaffen. 

Alles zu sehen im Video:

Schritt #3: Holzleisten lasieren und aufkleben

Die Hölzer habe ich ebenfalls lasiert. In unterschiedlichen Tönen. Antik und Palisander. Wieder an die 100 Mal. Dann habe ich das Muster erstmal grob aufgelegt, um zu sehen, ob genug Hölzer vorhanden sind und meine Berechnung gestimmt hat. Ich hatte Glück.

Lasierte Holzlatten

Auf diesem Bild sind alle Leisten frisch lasiert.

Dann habe ich die gesamte Konstruktion hochgebockt und die ersten zwei Seiten präzise parallel zugesägt. Beim Kleben der Leisten habe ich Montagekleber verwendet. Damit es später ein einheitliches Bild gibt, habe ich immer ein schmalen Abschnitt von einer Paletten-Diele dazwischen gehalten, um den Abstand nicht bei jedem Stück mit dem Meter abmessen zu müssen.

Als alles getrocknet war, habe ich auch die anderen beiden Seiten parallel abgeschnitten. Somit waren  auch die überstehenden Latten plan mit der Unterkonstruktion.

Schritt #4: Jedes Bild braucht einen Rahmen – auch ein Holzbild

Schön sauber abkehren. Für den Rahmen habe ich altes Holz verwendet, das noch vom Abriss des Balkons übrig war. Das habe ich auf die richtige Länge zugeschnitten und angeleimt. An den Ecken habe ich zur Sicherheit auch Holzdübel verwendet. Da ich leider keine 2-Meter-Schraubzwingen zuhause hatte, habe ich die Rahmenteile mit Spanngurten fixiert.

Holzbild abschleifen

Bevor der Rahmen ins Spiel kommt, schleife ich den Rand nochmal ab.

 

Rahmenteil

Hier leime ich gerade ein Rahmenteil an. Den Holzleim habe ich dann eine Nacht Wirkzeit gegönnt.

Schritt #5: Die Wandmontage – keine leichte Sache!

Insgesamt ist das Bild dann doch recht schwer geworden. Hab’s nicht gewogen aber 100 Kilo bestimmt. Daher ist es auch mal kurz festgestellt. 

Starkdübel

Zum befestigen an der Wand nehme ich zwei Starkdübel, deren Bohrungen ich mit dem Hammerbohrer vornehme. 200 Kilogramm Maximallast. Das braucht es auch.

Da im Eingang Heizungsrohre und Stromkabel verlaufen, taste ich die Wand erstmal mit dem Kabelfinder ab.

Dann übertrage ich den Abstand auf das Bild und nehme die Bohrungen vor. Einmal glatt durch und dann mit dem Forstnerbohrer eine Senkbohrung für die Mutter, die das Bild sicher an der Wand hält.

Nun stellte ich das Bild nur noch auf dem Gewinde ab und zog die Muttern fest. Eines der schwersten Projekte meiner bisherigen Karriere geht zu Ende. Um die Muttern zu verstecken, habe ich zwei Blechdeckel lackiert und mit Magneten befestigt. Du kannst natürlich auch ein Rundholz zusägen, anleinen und lasieren, dann fällt es kaum auf.

Ich hoffe, der Beitrag hat dir gefallen! Wenn nicht, dann guck doch mal in den Beitrag “MESSERBLOCK AUS ALTEN SCHEUNENBALKEN”. Der ist noch viel besser! Bis zum nächsten Mal!

Holzbild mit Kissen

Comments 7

  1. If you want to use the photo it would also be good to check with the artist beforehand in case it is subject to copyright. Best wishes. Aaren Reggis Sela

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