Wie Segways, E-Scooter & Co. den Markt erobern

Daniel [x] Wissenschaft Leave a Comment

Alles begann 2001 mit Dean Kamen und seiner Erfindung, dem Segway. Für Technikbegeisterte rund um den Globus stand fest, dass eine Revolution in der Forbewegungstechnologie bevorstand. Diese Revolution wollten auch die Firmen, die mit der Produktion des Segways begonnen hatten. Einziger Knackpunkt: Das Benutzen eines Segways war nirgendwo erlaubt, die Rechtslage nicht eindeutig. Also taten sich die Konzerne zusammen und gründeten die „Segway Public Policy Initiative“ mit dem Ziel, in allen Absatzmärkten eine Zulassung für Straßen und Gehwege zu erkämpfen. Die Initiative zeigte in vielen Ländern sofort Wirkung – nicht jedoch in Deutschland. Hierzulande tat sich die Politik mit einer eindeutigen Klassifizierung lange Zeit schwer. Erst seit 2009 dürfen Segways ohne Sondergenehmigung am Straßenverkehr teilnehmen.

Professor X dreht völlig durch!

Professor X dreht völlig durch!

Hater werden überrollt!

In Deutschland sind erst 5.600 Krafträder mit Elektroantrieb zugelassen – da ist noch viel Luft nach oben, denken sich auch die Herstellerfirmen. Im Vergleich zu Elektroautos ist das Interesse der Politik an E-Rollern eher gering. Aus diesem Grund leiten derzeit der Hersteller Emco und der Bundesverband eMobilität eine Initiative für mehr E-Scooter auf deutschen Straßen.

Die aktuellen Bemühungen seitens der Bundesregierung sind viel zu stark auf den Automobilbereich fokussiert, Regelungen für elektrische Zweiräder und Leichtkraftfahrzeuge zur Förderung multimodaler Verkehrsketten fehlen etwa im Elektromobilitätsgesetz gänzlich.
BEM-Präsident Kurt Sigl

Es ist an der Zeit für eine Elektroroller-Initiative, die das Energiebewusstsein und das Verständnis der Gesellschaft für Elektromobilität institutionell fördert. Wir setzen deswegen auf die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband eMobilität. Gemeinsam können wir eine breite Bekanntheit schaffen, mit minimalem Aufwand erreichen wir maximalen Wirkungsgrad – sowohl bei der Zielgruppe, als auch in der Politik. Wir hoffen, durch die Kooperation mit dem BEM zielführende Gespräche zu führen.
Mirko Lühn, Geschäftsführer von Emco gegenüber eMobilität Online. Hier der ganze Bericht.

Zwischen den drei Dimensionen

Drei politische Dimensionen halten den Staat zusammen. Verbände und Lobbyisten versuchen, sich in die Interaktionen der Bereiche einzuschleic

Politische Dimensionen

# 1 Policy Dimension:
Hier entstehen die Absichten und Ziele der Parteien, und es wird entschieden, wie viel Geld in welchen Topf fließt. Klar, dass Verbände und Konzerne ihren Topf am Ende des Regenbogens anpreisen.

# 2 Politics Dimension:
Es geht um Macht. Jede Partei möchte das größte Stück des Tortendiagramms. Klar auch, dass böse Zungen den Entscheidungsträgern empfehlen, wie sie ihre Ziele bestmöglich erreichen.

# 3 Polity Dimension:
Gibt den gesetzlichen Rahmen vor. Der Parlamentarische Rat hat entschieden, dass bestimmte Gesetze in der Verfassung außerhalb des politischen Zugriffs liegen. Sprich, sie dürfen nicht angerührt werden. Daran müssten sich also auch Verbände, Konzerne und Politiker halten.

In der Regel natürlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.