Bis in die entferntesten Winkel

Daniel [x] Crime Leave a Comment

Andreas Nobik bietet alle Arten von Überwachungskameras: Dome-, Infrarot-, PTZ-, Wärmebild und 4K-Kameras. Doch erst ein hybrides System, das alle Eigenschaften in sich vereint, verspricht die perfekte Überwachung.

Etliche Onlinemedien titeln, dass die Einbrüche auf Autohäuser in erschreckenden Dimensionen ansteigen. Dieses Gefühl hat auch Nobik. Er erzählte mir, was ihm die Kunden zuvor berichtet hatten. „Die meisten kommen erst, wenn der Schaden bereits entstanden ist.“ Die Fahrzeuge wurden in vielen Fällen von den Einbrechern aufgebrochen und komplett ausgeräumt. Die Kriminellen entfernten Airbags, Autositze und Radios und zogen wieder ab.

4K ist die nächste Stufe der Überwachung.
Andreas Nobik

Um ihnen das Handwerk zu legen, entwickelte Nobik ein spezielles System. Dazu verwendet er eine PTZ-Kamera zusammen mit einer Thermalkamera. Einzeln na ja, aber im Zusammenspiel höchst effizient. „Die Auflösung von Thermalkameras ist sehr gering“, verriet mir der Geschäftsführer von Camovation. Das macht Sie für die Überwachung zunächst unbrauchbar. Ihr großer Vorteil liegt dabei in der Performance bei Nacht. Durch Infrarotstrahler können sie Bewegungen in der Dunkelheit leicht erkennen.

Wofür steht eigentlich PTZ?
„P“ = pan ‚schwenken‘

„T“ = tilt ‚neigen‘

„Z“ = Zoomfunktion

All diese Funktionen können ferngesteuert oder völlig automatisch getätigt werden.

PTZ-Kamerasysteme besitzen entgegen eine hohe Auflösung. Einige Modelle zeichnen sogar in 4K auf. „PTZ-Kameras können beliebige Schwenks ausführen, dazu muss man sie jedoch über ein Device steuern. Zudem ist es bei wenig Licht schwer, Bewegungen zu registrieren.“ Die Lösung: Nobik verbaut zusätzlich die Wärmebildkamera, der es leicht fällt, einen Einbrecher ausfindig zu machen. Diese übermittelt den genauen Standpunkt per Signal an die PTZ-Kamera, die wiederum völlig selbstständig auf das verdächtige Objekt zoomt und es verfolgt.

Wir verwenden nur hochwertige Infrarotstrahler“, sagte mir Nobik. „Die haben den Vorteil, dass sie ein Licht aussenden, das für die beobachtete Person nicht sichtbar ist. Das liegt im Bereich von circa 860 Nanometern. Der Einbrecher merkt also nicht mal, dass er beobachtet wird.“

PTZ-Kameras sind die Flaggschiffe der Videoüberwachung. Dauerbesetzte Leitstellen können durch PTZ-Keyboards, Browser oder auch mobil per App das Geschehen verfolgen. Viele Modelle verfügen zudem über die Auto-Tracking-Funktion, mit der sie Bewegungen erkennen und das Objekt verfolgen. Diese steuerbaren Kameras gibt es in allen gängigen Bauformen. Am häufigsten werden sie als Dome-Kameras verbaut. Dabei wird die PTZ-Kamera von einer Glaskuppel geschützt. Gerade bei für die Behörden kritischen Demonstrationen kann so eine zuverlässige Überwachung stattfinden. Oft werden die Kameras gar nicht als solche erkannt, und falls doch, ist es für die Randalierer schwer, sie außer Gefecht zu setzen.

„Bei einigen Herstellern ist ein 22-facher optischer Zoom möglich, ohne dass man an Qualität einbüßen müsste“, verriet Nobik. In der Regel kommen diese bei Häfen, öffentlichen Plätzen und Regierungsgebäuden zum Einsatz. Das schafft nur die Überwachung 3.0 in 4K. So entgeht den Wächtern selbst in den entferntesten Winkeln nichts.

Technik verstehen. Technik gestalten. Technik testen. Diese drei Dinge bewegen mich im Alltag. Hier möchte ich spannende Geschichten und Projekte mit euch teilen. Zusammen halten wir Ausschau nach aktuellen Trends und nehmen allmöglichen Stuff unter die Lupe. Kommentiert gerne mit und werdet ein Teil von FUTUR3 hoch drei. Würde mich freuen!

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